Amaranth - gar nicht so Pseudo...
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Wie auch Quinoa ist Amaranth kein richtiges Getreide, sondern gehört ebenso zu den Pseudocerealien. Wenn das nun vielleicht eher wie Unkraut klingt, stimmt nicht: Amaranth ist ein schmackhaftes und besonders wertvolles Lebensmittel!
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Was steckt drin?
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Die Zusammensetzung von Amaranth ist wirklich einzigartig. Hätten Sie’s gedacht: Amaranth enthält ähnlich viel (18 %) Eiweiß wie z.B. Hühnchen oder Fisch. Und das ist auch noch biologisch äußerst wertvoll. Darin ist nämlich besonders viel Lysin – ein Eiweißbestandteil der in Getreide normalerweise nicht so vertreten ist. Das kleine Korn aber hat ihn in außergewöhnlich hohen Mengen gespeichert.
Kombiniert man Amaranth nun mit „echten“ Körnern, dann erhält man eine noch höhere „biologische Wertigkeit“ des Eiweiß. So kann man z.B. ein Müsli mit Haferflocken (echtes Getreide) mit gepopptem Amaranth (Pseudogetreide) kombinieren und schon ist man gut versorgt.
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Was heißt denn eigentlich biologische Wertigkeit?
Jedes Eiweiß besteht aus kleinen Bestandteilen – den Aminosäuren. Und auch unser Körper braucht die, um daraus körpereigenes Eiweiß (Muskeln!, Enzyme...) herzustellen. Je näher die Zusammensetzung der Aminosäuren in einem Lebensmittel oder einer Mahlzeit dem kommt, wie sie unser Körper benötigt um daraus menschliches Eiweiß zu machen, umso höher ist die „Wertigkeit“ des Eiweißes.
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Obwohl Amaranth relativ fettreich (8% Fettgehalt) ist, kann man hier Entwarnung geben: Die Fette im Amaranth sind aus der Kategorie der guten Fette. Wir finden also viele ungesättigte Fettsäuren wie Linolsäure und besonders die essentielle Omega-3- Fettsäure „Alpha-Linolensäure“.
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Amaranth kann noch mehr!
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Der Mineralstoffgehalt und der Vitamingehalt können sich nämlich auch sehen lassen: Magnesium, Calcium, Eisen und Zink sind reichlich drin! Kein Wunder, dass er bei den Inkas und Azteken als die Quelle großer Kraft galt!
Amaranth enthält natürlicherweise mehr als 3x soviel Magnesium wie Weizen. Und der hohe Calciumgehalt kann sogar mit Milchprodukten mithalten!
Auch der Eisengehalt schlägt viele andere Lebensmittel. Gerade Frauen können oft mehr Eisen gebrauchen! Hier könnte Amaranth einen wertvollen Beitrag leisten. Theoretisch deckt ein Mann seinen täglichen Bedarf schon mit etwas mehr als 100g Amaranth.
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Amaranth fällt auch bei den Vitaminen auf. Er enthält viel Vitamin E und hat einen hohen Gehalt an den wichtigen B-Vitaminen!
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Zubereitung und was kann man daraus zaubern?
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Amaranth ist vielseitig: Er kann gekocht, gemahlen, geflockt und sogar „gepoppt“ werden.
Gekocht wird er mit gut der 3-fachen Menge an Wasser. Nach 20 Minuten kochen müssen die Körner nochmals etwa 25 Minuten ausquellen. Da die Körner recht klein sind und leicht „pampig“ werden, würde ich empfehlen, Amaranth mit anderen Getreiden mit ähnlicher Kochzeit zu mischen: z.B. mit Hirse.
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Besonders lecker – so finde ich - ist Amaranth in gepoppter Form. Müslis werden so besonders knusprig! Zum Poppen wird eine Pfanne (für die unbedingt ein Deckel vorhanden sein muss!) ohne Fett erhitzt, denn Fett hat das Korn selbst genug. Die Körner werden in die heiße Pfanne gestreut, die man dann am besten gleich vom Feuer nimmt, damit die Pops nicht anbrennen. Deckel drauf und gut schütteln. Sofort sollten die Körner zu knistern und prasseln anfangen. Gepoppter Amaranth sollte dann schnell verzehrt werden. Erstens schmeckt er frisch am besten, und zweitens leiden die ungesättigten Fettsäuren unter zu langer Lagerung.
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Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass auch Amaranth glutenfrei ist (weil er eben kein echtes Getreide ist). Und daher ist er besonders verträglich.
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